Geben Sie einen Quotenwert ein und wählen Sie das Format. Das Tool konvertiert ihn in alle anderen Formate, zeigt die implizierte Wahrscheinlichkeit an und berechnet optional den Gewinn, wenn Sie einen Einsatz hinzufügen.
Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der reine Wert 1 / Dezimalquote. Da Buchmacher eine Marge einrechnen, summieren sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes meist auf über 100 % — Ihr tatsächlicher Vorteil hängt davon ab, wie Ihre eigene Einschätzung im Vergleich zum Kurs ausfällt.
Jedes Quotenformat kodiert dieselben zwei Zahlen: wie viel eine gewonnene Wette auszahlt und wie wahrscheinlich der Buchmacher den Ausgang einschätzt. Die Umrechnung macht diese Wahrscheinlichkeit explizit — der Ausgangspunkt für Value Betting und diszipliniertes Bankroll-Management.
Wie die Umwandlung funktioniert
Alle Umrechnungen laufen über die Dezimalquote. Bruch a/b wird zu a/b + 1 (5/2 → 3.50); amerikanisch +X wird zu X/100 + 1 (+250 → 3.50), -X zu 100/X + 1 (-200 → 1.50). Die implizite Wahrscheinlichkeit ist dann 1 / Dezimalquote. Lesart der Formate: Bruchquoten nennen den Gewinn relativ zum Einsatz, Dezimalquoten die Gesamtauszahlung inklusive Einsatz, amerikanische Quoten den Gewinn pro 100 Einsatz (positiv) bzw. den nötigen Einsatz für 100 Gewinn (negativ).
Häufige Fehler
Vorzeichen amerikanischer Quoten falsch lesen: +150 zahlt 150 Gewinn auf 100 Einsatz, -150 verlangt 150 Einsatz für 100 Gewinn — eine Verwechslung verschätzt den Preis um mehr als das Doppelte.
Vergessen, dass Bruch- und amerikanische Quoten nur den Gewinn angeben, Dezimalquoten dagegen den Einsatz einschließen — 3/1 entspricht dezimal 4.00, nicht 3.00.
Die implizite Wahrscheinlichkeit für die wahre Chance halten: Die Marge bläht sie auf, weshalb die Summe über alle Ausgänge eines Marktes fast immer über 100 % liegt.
Praxisbeispiele
Dezimal zu Bruch und Amerikanisch
Ein europäischer Buchmacher bietet eine Quote von 2,50 auf ein Tennismatch. Geben Sie 2,50 im Dezimalformat ein und der Rechner konvertiert sie in 3/2 als Bruchquote (üblich in Großbritannien) und +150 als amerikanische Quote (üblich in den USA). Die implizierte Wahrscheinlichkeit beträgt 40%. Bei einem Einsatz von 10 € beträgt Ihre potenzielle Rendite 25 € (15 € Gewinn). So können Sie dieselben Quoten über verschiedene regionale Formate hinweg einfach vergleichen.
Amerikanisch zu Dezimal-Umrechnung
Ein US-Sportwettenanbieter listet einen Favoriten mit -200. Geben Sie -200 im amerikanischen Format ein und der Rechner zeigt, dass dies 1,50 dezimal und 1/2 als Bruchquote entspricht. Die implizierte Wahrscheinlichkeit beträgt 66,7%. Bei einem Einsatz von 100 € beträgt Ihre potenzielle Rendite 150 € (50 € Gewinn). Negative amerikanische Quoten repräsentieren immer Favoriten — die Zahl zeigt, wie viel Sie setzen müssen, um 100 $ zu gewinnen.
Quoten bei verschiedenen Buchmachern vergleichen
Buchmacher A bietet 6/4 als Bruchquote auf ein Fußballspiel, während Buchmacher B dieselbe Auswahl mit +140 amerikanisch listet. Rechnen Sie beide um: 6/4 = 2,50 dezimal (implizierte Wahrscheinlichkeit 40%), während +140 = 2,40 dezimal (implizierte Wahrscheinlichkeit 41,7%). Buchmacher A bietet den besseren Wert — 2,50 vs. 2,40 dezimal ergibt 10 Cent mehr pro eingesetztem Euro. Rechnen Sie vor dem Vergleich immer in dasselbe Format um.
Sie entstanden aus regionalen Wetttraditionen: Bruchquoten stammen von britischen Pferderennbahnen, Dezimalquoten verbreiteten sich mit europäischen Buchmachern und Wettbörsen, weil sich Auszahlungen damit trivial berechnen lassen, und Moneyline-Quoten entwickelten sich im US-Sport. Alle drücken dieselbe Wahrscheinlichkeit aus — nur die Notation unterscheidet sich.
Nein. Die implizite Wahrscheinlichkeit zeigt nur, was der Kurs unterstellt. Für einen Vorteil brauchen Sie eine eigene Einschätzung der wahren Chance: Halten Sie ein Team für 50 % wahrscheinlich (faire Quote 2.00) und der Buchmacher bietet 2.20 (implizit 45,5 %), sind diese 4,5 Prozentpunkte Ihr theoretischer Vorteil. Ohne eigene Einschätzung ist kein Kurs an sich gut oder schlecht.
Jede Dezimalquote hat ein exaktes Bruch-Äquivalent, das aber unhandlich sein kann (1.97 = 97/100). Buchmacher zeigen daher meist den nächstliegenden gebräuchlichen Bruch an. Dieser Rechner rechnet exakt um; weicht ein angezeigter Bruch leicht von der verglichenen Dezimalquote ab, gilt der Preis auf Ihrem Wettschein.